Eine Reise ins Reich der Metalle

Projekttage für Kinder von 6 bis 12 Jahren

… im Alter von sechs bis zwölf Jahren aus dem Hort der Grundschule Theodor Körner Freiberg statt. Die Projekttage wurden von Dr. Anna Wierzgoń geplant und konzipiert.

Den Auftakt bildete am ersten Projekttag ein Vortrag von Prof. Dr. Helmuth Albrecht vom Institut für Wirtschafts- und Technikgeschichte sowie der Hüttenparcours, bei dem die Kinder durch verschiedene sportliche Stationen eine Einführung in die Prozesse einer Schmelzhütte erhielten. Der Hüttenparcours ist im Methodenteil näher beschrieben.

Exkursion nach Muldenhütten

An den folgenden drei Tagen durchliefen die Kinder in mehreren Kleingruppen verschiedene Angebote. So erkundeten sie das Geomobil des Geoparks Sachsen, den Freibergsdorfer Hammer und die Terra mineralia. An jeweils einem Tag wurde eine der Gruppen zu einer Exkursion auf das historische Hüttengelände in Muldenhütten eingeladen. Dort begaben sich die Kinder auf eine Reise ins Reich der Metalle, angeleitet von Steffen Schmieder, einem ehemaligen Hüttenmann der Freiberger Berg- und Hüttenknappschaft.

Die Schatzsuche, die unter Bildungsmaterial als Audioguide und Hörspiel zu finden ist, führte die Kinder anhand von Briefen des Königs Plumbum, die sie auf dem Gelände fanden, zur ehemaligen Elektrozentrale, zum Huthaus, zu den ehemaligen Schmelzöfen, zum historischen Zylindergebläse und schließlich zu einem Schatz, der aus Münzrohlingen bestand. Diese Rohlinge wurden dann zu kleinen Münzen geprägt.

Zum Abschluss des Projekttages wurde den Kindern eine Drohne vorgeführt, die zur Dokumentation des historischen Geländes im Rahmen der Industriearchäologie eingesetzt wird. Mit ihrer Hilfe wurde ein Abschlussgruppenfoto erstellt. Der Projekttag in Muldenhütten wurde an drei Tagen mit insgesamt drei Gruppen durchgeführt.

Präsentation der Ergebnisse

Am letzten der fünf Projekttage gestalteten die Kinder eine Präsentation ihrer Erlebnisse und stellten diese ihren Mitschüler:innen vor. Dabei bastelten sie Poster, errichteten Bauwerke aus Bauklötzen, stellten Szenen nach und entwickelten andere kreative Ideen, um die Schulprojekttage darzustellen. Alle Arbeiten wurden fotografiert und anschließend in der Aula auf einer großen Leinwand präsentiert, wo die Kinder erklärten, was sie darstellten.

Rückmeldungen der Kinder

Während der Projekttage wurden die Kinder mehrfach mittels Fragebogen befragt, um ihre Eindrücke und Rückmeldungen zu erhalten. Besonders hervorgehoben wurden das historische Zylindergebläse, die Schatzsuche und das Prägen der Münzen. Als neue Begriffe lernten die Kinder in den Projekttagen Schmelzhütte, Muldenhütten, Metall und Erz kennen.

Bei der Durchführung der Projekttage fiel auf, dass die Kinder der dritten und vierten Klassen ein großes Interesse an technischen Begriffen und Prozessen zeigten. Angebote mit schnellen und greifbaren Ergebnissen, wie die Schatzsuche oder das Münzenprägen, waren besonders beliebt.